Warum der Name VOLKSVOTE? Über deutschen Zorn, echte Dämlichkeiten und die Kritik (an) der reinen Vernunft.

Aufgrund von verschiedenen (zornigen) Anfragen, warum wir den (dämlichen) Namen VOLKSVOTE für unsere Aktion verwenden und nicht einen (vernünftigen) deutschen Begriff, möchten wir, der Einfachheit wegen, im Folgenden die Gründe für diese Namenswahl darlegen:

  1. Die Domain volksabstimmung.de soll mindestens 23.000 Euro kosten, die Domain volksabstimmungen.de ist vergeben.
  2. Es musste eine *.de Domain sein, da die Aktion das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland betrifft.
  3. Der Begriff Volk muss vorkommen und es muss das Ziel der Abgabe von Stimmen, also Volksabstimmungen erkennbar sein.
  4. Die lateinischen Begriffe Votum und Veto bezeichnen im Zusammenhang mit Abstimmungen die Zustimmung und Ablehnung und sind demnach keine Begriffe, die den Vorgang von Abstimmungen im Ganzen beschreiben. Zwar spricht der Duden von Votum als Abstimmung, Stimmabgabe, Wahl; tatsächlich jedoch bedeutet der Begriff Gelübde. Außerdem wollen wir hier klar zwischen Wahlen und Abstimmungen unterscheiden.
  5. Die lateinischen Begriffe für den Begriff Abstimmung: discessio, suffragium, sufragium, sind zu lang und sperrig, während z.B. plebs suffragium als Name unserer Aktion einfach ein wenig albern klingt.
  6. Mit dem englischen Begriff plebiscite kann wieder keiner etwas anfangen oder beschwert sich über die Sprache.
  7. Der schließlich von uns gewählte Kunstbegriff VOLKSVOTE hat zwei einprägsame Silben und bedeutet in unserem Kontext Volksstimme, während die Domain volksstimme.de wiederum vergeben ist.
  8. Politik ist letztendlich für uns auch immer eine künstlerische Angelegenheit, also eine die Wirklichkeit mitgestaltende kreative Aktion, demnach Realitätsgestaltung. Dies befugt uns im Rahmen auch der künstlerischen Freiheit zur Wahl eines für uns adäquaten Begriffes.

Es ist leider wieder einmal festzustellen, dass es für einige Zeitgenossen einfacher zu sein scheint, sich aufzuregen über die Aufmachung, Konzeption und/oder den Inhalt von politischen Aktionen anderer, als selbst zu handeln und es einfach besser zu machen.

»Die leichte Taube, indem sie im freien Fluge die Luft teilt, deren Widerstand sie fühlt, könnte die Vorstellung fassen, dass es ihr im luftleeren Raum noch viel besser gelingen werde.« – Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft (1787), Einleitung, III.